Schule! //Dossier

03/11/2009

DossierFreiburg. (of) In welcher Schule wollen wir lernen? Ist die Schule für uns da oder müssen wir uns immer nach der Schule richten? Gibt es eine Schule, die gleich gut für alle ist oder müssen wir uns von dieser Idee verabschieden?

Dürfen Schüler ihre Bildung selbst in die Hand nehmen oder sind sie dafür noch nicht klug genug – weil sie noch nicht mit der Schule fertig sind? Den Rest des Beitrags lesen »


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15/06/2009


Simone Ariane Pflaum

Simone Ariane Pflaum

Von Du bist Junges Freiburg!

Freiburg. (of/majo) Am 7. Juni wurde Junges Freiburg wieder in den Gemeinderat gewählt, diesmal mit einem Sitz für Stadträtin Simone Ariane Pflaum. Jetzt geht es daran, uns in der neuen Besetzung zu finden, auszutesten, welche Koalitionen sich lohnen könnten, und möglichst nahtlos in unseren Themen aus dem Wahlkampf nachzuladen.

Ui, ist das alles aufregend.

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24 Stunden Einsatz

04/06/2009

Du bist Junges Freiburg!

Freiburg. (mjeu/majo) Am 15. und 16. Mai stellte Junges Freiburg unter Beweis, dass es rund um die Uhr für einen Einsatz für mehr Jugendbeteiligung zu haben ist. Von 14:00 Uhr an am Freitag bis 16:00 Uhr am Samstag haben wir mehr als 24 Stunden unseren Wahlkampfstand mit dem Sofa in leuchtendem Orange am Bertoldsbrunnen unterhalten. Fast so lange wie wir war nur der Regen da.

Wir eröffneten unseren Stand mit der Übergabe von über 2000 Unterschriften an das Büro des Oberbürgermeisters – Unterschriften, die wir mit dem Skatement zusammen für einen Skateplatz in Freiburg gesammelt hatten.

Am Bertoldsbrunnen spielten die Leute am Stand abwechselnd Badminton oder verteilten Flyer, sprachen mit Experten über die Themen Ernährung in der Schule, Platz zum Wohnen und Recht auf Lärm oder sprachen mit Vorbeikommern, die sich gern mal setzen und reden wollten.

Einen Infostand für über 24 Stunden aufzuziehen war ein abartiger organisatorischer Aufwand, aber wir haben es gestemmt und es hat riesig Spaß gemacht.

Die Bilanz umfasst zwei Notrufe (einmal für eine hilflose Person am Freitagnachmittag und dann in der Nacht für ein Mädchen, das ohne Provokation im Bermudadreieck einen hässlichen Schlag auf die Nase bekommen hatte) und zwei gründliche Polizeikontrollen.

Zu seiner Stand-Schicht ab Samstagmorgen 3:00 Uhr kam ausgerechnet der zuverlässige Max zu spät. Nicht, weil er verschlafen hätte, sondern weil die Streifenpolizei ihn auf seinem Fahrrad stoppte. Wo ein 17-Jähriger morgens um 3:00 Uhr mit dem Fahrrad hin wolle und warum er einen Besen und Werkzeug eingeladen hätte, wollten sie von ihm wissen. Seine erste Antwort, „Eine Bombe bauen“, war sicher mit schuld an der langen Dauer der Schikane. Ob sie ihm seine wahre Antwort geglaubt hätten, wenn er sie gleich gebracht hätte: „Ich will auf unserem Wahlkampfstand auf die Sanierungsbedürftigkeit und den Baustellencharakter der Freiburger Schulen aufmerksam machen“?

Zwei zivile Polizisten und ich waren uns fast zur gleichen Zeit am Stand uneinig darüber, ob wir an der Ecke vom Bertoldsbrunnen die ganze Nacht für unsere Wahl in den Stadtrat werben durften. Dumm, dass ich die schriftliche Erlaubnis vom Ordnungsamt gerade nicht vorzeigen konnte. Der Polizist konnte nur zugeben, dass er auch nicht sicher wüsste, ob wir die öffentliche Ordnung stören. Er könne die Kollegen vom Ordnungsamt ja erst Montag erreichen. Wenn sich dann rausgestellt hätte, dass unser Stand einen bußgeldwidrigen Verstoß darstellte, würde ich von ihm hören. In der Erlaubnis, die ich mir mittlerweile selbst durchgelesen habe, steht aber eindeutig: Für die Dauer des Wahlkampfes dürfen wir an unserem Stand täglich werben. Von Uhrzeitbegrenzungen ist mit keinem Wort die Rede.

Abgesehen von der Polizei hatte ich in der Freitagabendschicht mit David von 23:00 bis 03:00 Uhr noch viele interessante Gespräche. Viele Menschen, habe ich festgestellt, reden erst ausdauernd über Politik, wenn sie schon vorgeglüht haben. Das schönste Kompliment, das ich über unsere Wahlplakate gehört habe, hieß: „Eure waren die einzigen, die ich nicht angefackelt oder abgefetzt habe.“ Gleichzeitig lernte ich von belesenen Bermudadreieckpartygängern Theorien über die Gesellschaftsform der Zuknft (Clubismus, eine Synthese aus Sozialdarwinismus und Partyismus) und musste mir die Kritik gefallen lassen, dass wir von Junges Freiburg nicht so aufgeweckt und spontan sind, wie wir manchmal denken: „Macht doch mal was Jugendliches! Kommt, wir gehen was anzünden!“ Ich lehnte dankend ab. Sachen anzünden lässt sich nach meiner persönlichen Auffassung nicht mit nachhaltigem Wirtschaften mit Infrastruktur vereinbaren, wie wir es uns auf die Fahnen geschrieben haben.

• Mehr Bilder vom 24-Stunden-Stand.


Tat-Ort: Jugend

10/05/2009

Von »Du bist Junges Freiburg«

Freiburg. (mjeu/majo) Die Lebenswelt für die junge Generation besser zu machen ist das Hauptanliegen von Junges Freiburg. Wir glauben, dass sich der Einsatz für mehr Beteiligung von Jugendlichen und von besserer Politik für Jugendliche noch längst nicht erledigt hat. Auch wenn man in Wahlprogrammen von etablierten Parteien und Wählervereinigungen immer wieder Jugendthemen findet und sich Listen mit einem mehr oder weniger jugendlichen Feigenblatt schmücken: Die junge Generation Freiburgs hat keine andere Lobby als Junges Freiburg.
Der Start des neuen Jugend-Beteiligungs-Konzepts mit dem Startschuss für das stadtweite Jugendgremium im Frühjahr 2009 war ein Anfang, doch ein weiter Weg liegt vor uns.

Wenn wir an Jugendliche in Freiburg heute denken, dann denken wir an Bildung, Kultur und Leben.

Bildung

Wir müssen uns fragen: Wie gebildet sind die Jugendlichen heute? Wie gebildet brauchen wir sie morgen? Was können wir tun, damit sie mit dem Momentum ihrer Neugier nicht in einem Kiesbett aus Lehrkräftemangel, verrottenden Schulen und Studiengebühren auflaufen?

Kultur

Wie drücken Jugendliche sich aus und warum fahren wir ihnen andauernd über den Mund? Wo können sie mit ihren Gruppen und Freundeskreisen sie selbst sein? Wo haben sie den Freiraum, eine Kultur zu schaffen, die ihre Generation in unserem kulturellen Gedächtnis abspeichern wird?

Leben

Wie leben die Jugendlichen heute? Warum haben manche nicht genug zum Leben? Warum leben manche mit Kopfschmerzen, die sie aus der Schule mit nach Hause bringen – anstelle von Vorfreude auf das eigenverantwortliche Leben als Erwachsene?

Wir stellen die richtigen Fragen und finden gemeinsam Antworten!

Tat-Ort: Freiburg