Leserbrief zu ZAS Artikel


In der letzten Zeitung zum Samstag war ein etwas seltsamer Beitrag zum Thema Komasaufen und Junges Freiburg, dazu der folgende Leserbrief:

Betreff: Bleib DuDu

Sehr geehrten Damen und Herren,

Freiburg hat ein Alkohol und Gewaltproblem in der Freiburger Innenstadt.
Neben repressiven Maßnahmen, wie einem Alkoholverbot, war es immer die Forderung von Junges Freiburg, auch präventive, aufklärerische und sozialarbeiterische Angebote zu unterbreiten um dem Problem (rund 2000 Körperverletzungdelikte im Bereich des Bermudadreiecks) Herr zu werden.

Der von Junges Freiburg geforderte Einsatz von Ehrenamtlichen, eingebetetet in eine kommunale Alkoholpräventionspolitik, ist wie die Jugendschutzteams Karlsruhe zeigen ein wirksames Mittel um die schlimmsten Exzesse einzudämmen. Diese Maßnahme hat die Einlieferungen extrem besoffener Jugendlicher in Karlsruher Kliniken deutlich reduziert.

In Freiburg hat sich eine entsprechende Initiative von Heilsarmee, Evangelischer Stadtmission und Cavalry Chapel gegründet, die den Nachtschwärmern im Bermudadreieck, ebenso beratend wie freundschaftlich zur Seite stehen wollen.

Durch das Diffamieren von ehrenamtlicher Arbeit  besorgter Bürgern werden sie ihrer gesellschaftlichen Verantwortung nicht gerecht und tragen nicht zur Lösung des Problems bei.

Hochachtungsvoll Ihr

Sebastian Müller
Stadtrat Junges Freiburg

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2 Antworten to “Leserbrief zu ZAS Artikel”

  1. Hallo Hartmut,
    da hast du recht, wie ich dir schon geschrieben habe: ich hatte einfach die Zahl 2000 im Kopf und habe einen Leserbrief geschrieben weil ich die Diffamierung von Präventionsangeboten bzw. der Forderung danach nicht gut fand.

  2. Lieber Sebastian, laut Polizeilicher Kriminalstatistik handelt es sich um grob gerundet 2000 Körperverletzungsdelikte pro Jahr im gesamten Freiburger Stadtgebiet, nicht bloß im „Bermudadreieck“. Im ersten Halbjahr 2008 hat die Polizei dort und auf der gesamten KaJo insgesamt 120 Gewaltstraftaten registriert und davon 69 Fr/Sa/So nachts. Eine Untersuchung der Polizei (allerdings in der gesamten Altstadt) ergab, dass etwa 60% der Tatverdächtigen unter Alkoholeinfluss standen, was alleine betrachtet auch noch keinen kausalen Zusammenhang oder einen problematischen Umgang mit Alkohol belegt. Natürlich ist jeder Vorfall einer zu viel, aber man muss ja auch keine übertriebenen Ängste schüren.

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