Rede Ergebnisse Bürgerbeteiligungshaushalt


Sehr geehter Herr Oberbürgermeister,
sehr geehrte Damen und Herren,

Es ist jetzt unsere Aufgabe, diese Anliegen der Bürger in konkrete Maßnahmen und Anträge zu übersetzen.

Was sind die wichtigsten Themen aus den unterschiedlichen Beteiligungsmodulen?

Junges Freiburg hat auf seiner Klaurur am Wochenende folgende fünf Themenbereiche erarbeitet, die wir als Ergebnisse aus dem Beteiligungshaushalt sehen:

I. Freiflächen und Treffpunkte

  • Konsumfreie Räume mit Grün für Junge und Alte schaffen (Innenstadt, S.10)
  • Treffpunkte für Jugendliche schaffen
  • Aus Allen Teilen der Stadt erreicht uns die Forderung, das es mehr Plätze braucht für junge Leute.

II. Jugendzentren

dabei ist es wichtig zu sehen, dass man Jugendtreffpunkten nicht nur durch Geld, sondern genauso durch planerische Entscheidungen helfen kann.

III. Bildungsbenachteiligung von Jungs

Wir müßen mehr tun um die dramatische Bildungsbenachteiligung von Jungs zu bekämpfen.

Diese Forderungen werden noch akuter wenn man einen Blick ins Haushaltsbuch wirft. Dank des Analyseinstrumentes Gender sehen wir hier dramatische Zahlen:

Von den Schüler an Freiburgs Gymnasien sind nur 45% Jungs, an den Hauptschulen dagegen sind es 55%! Die Gleiche Zahl spiegelt sich bei den Schulabschlüssen wieder, nur 45% der Abiturienten sind Jungs. (Verwaltungshaushalt S. 188)

Noch dramatischer bei der Stadtbücherei nur 36% der Entleihungen sind von Jungs oder Männern. (Verwaltungshaushalt S. 224)

IV. Gewaltprävention

Zunächst einmal möchte ich den zahlreichen engagierten Jugendlichen danken. Dabei ist besonders die fleissige Arbeit des Jugendbeteiligungsbüros hervorzuheben, aber auch in der Jugendlichen Begleitgruppe „Jugend im Haushalt“ haben sich besonders die Vertreter des Stadtjugendrings und der Julis durch ein stetiges Engagement hervorgetan.

Am 14.10. trifft sich „Jugend im Haushalt“, die jugendliche Begleitgruppe beim Beteiligungshaushalt.

Dort werden wir besprechen, wie es mit der Jugendbeteiligung im Haushalt weitergehen soll.

Ohne dieser Diskussion vorzugreifen, gibt es jetzt schon einige Forderungen, die ich aus meiner Sicht stellen kann:

  1. Die Jugendbeteiligung im Beteiligungshaushalt muß weitergehen
  2. Jugendbeteiligung (als Querschnittsthema) muss in Zukunft von Anfang an integriert und bedacht und nicht erst später Aktionen zur Partizipation hinzugefügt werden, nur weil man es vergessen hat.
  3. Es bedarf einer ausreichenden finanziellen und personellen Ausstattung für die Durchführenden, insbesondere für das Jugendbüro b+ als Ansprechpartner auch für Jugendinitiativen
  4. Der Freiburger Beteiligungsprozess ist noch jung, deshalb sollten wir unterschiedliche Beteiligungsformen und Methoden ausprobieren, um die Beste zu finden. Mehr Experimente wagen!

Nach Diskussion mit den anderen Beteiligten bei „Jugend im Haushalt“ werden wir einen Antrag in den Haushaltsprozeß einbringen.


Quellen:

  • Stadt Freiburg im Breisgau, Bürgermeisteramt, „Entwurf des Haushaltsplan 2009 / 2010“ (sog. Verwaltungshaushalt), Freiburg, September 2008, www.freiburg.de/haushalt
  • Stadt Freiburg im Breisgau, Amt für Bürgerservice und Informationsverarbeitung, „Bürgerumfrage zum Freiburger Beteiligungshaushalt – Tabelarische Grundauswertung -„, Anlage 2b zur Drucksache G-08/179,Freiburg,Juli 2008, www.freiburg.de/haushalt
  • Stadt Freiburg im Breisgau, Bürgermeisteramt, „Dokumentation Stadtkonferenz zum geschlechtersensiblen Beteiligungshaushalt 2009/2010“, Anlage 6b zur Drucksache G-08/179, Freiburg Juli 2008, www.freiburg.de/haushalt

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