Wahlprüfsteine Kultur macht Reich


Kultur und so

Kultur und so

Antwort auf die Wahlprüfsteien von „Kultur macht reich“

Die Lobbygruppe „Kultur macht Reich“ ein Zusammenschluß von verschiedenen Freiburger Zuschußempfängern im Kulturbereich hat uns Wahlprüfsteine Übermittelt.

Hier ist unsere Antwort:

Antwort: Wahlprüfsteine_kultur_mach_reich

1.
Unsere Schwerpunkte im Kulturetat liegen in der Förderung von Kinder- und Jugendlichen. Sie haben ein Recht auf kulturelle Bildung. Freiburg ist im kulturellen Bereich sehr gut aufgestellt.
Entwicklungsbedarf besteht aber auf dem Bereich der Förderung von Jugendkultur. Deshalb wollen wir Eigeninitiative und Jugendkultur unterstützen, etwa durch Wiedereinführung des Jugendkulturfestivals und den Erhalt von JugendDenkMal als Ort für Jugendliches Engagement im kulturellen Bereich.

Kultur muß für alle Jugendlichen zugänglich und erfahrbar sein. Deshalb hat Junges Freiburg auch sein Konzept Bildungsgutscheine vorlegt, welches Jugendlichen aus einkommensschwachen Verhältnissen Zugang zu kultureller Bildung ermöglicht.
Kulturförderung darf nicht strukturkonservativ sein, sondern muß auch die Möglichkeit haben, ohne weitere Ausweitungen der Förderung neue Projekte zu beginnen.

2.
Eine Zukunftsentwicklung der Kulturszene ist nicht vorstellbar ohne die Förderung junger KünsterlerInnen und der Jugendkultur.

Gerade hier besteht in Freiburg noch ein enormer Förderbedarf. Moderne Straßenkleinkunst wollen wir fördern statt reglementieren. Während Akkordeonspieler und Flötisten ohne große Beschränkungen die Innenstadt verlärmen dürfen, haben es Rapper und Hip-Hopper schwer, da elektronische Instrumente verboten sind.

Junge Straßenmusiker werden durch eine repressive Genehmigungspraxis an der Ausübung ihrer Kunst behindert, junge Grafittikünstler haben nicht ausreichende Flächen, um ihrer Kunst nachzukommen und werden kriminalisiert.
Jungen Bands mangelt es an Probenräumen.

Freiburg braucht mehr neue und experimentelle Angebote im Kulturbereich.
Auch bei der Weiterentwicklung des Kulturkonzepts müssen junge Künstler und junge Menschen im allgemeinen beteiligt werden. Erst auf massiven Druck von junges Freiburg ist es damals gelungen das überhaupt junge Menschen daran beteiligt wurden!
An Jugendkultur und Kultureller Bildung darf nicht weiter gespart werden

3.
Junges Freiburg setzt sich für eine Erhöhung bzw. Wiedereinführung des Ankaufsetats bei Museum für neue Kunst ein, um gerade junge Künstler zu fördern.
Wir werden versuchen über den Beirat der ARGE, indem wir auch weiterhin vertreten sein wollen, eine Verbesserung des Situation zu erreichen.

4.
Bildungs- und Kulturpolitik sind untrennbare Politikfelder.

Jugendliche verbringen einen Großteil ihrer Zeit in Bildungseinrichtungen und deren Qualität entscheidet über ihre Zukunftschancen. Bildung ist mehr als Ausbildung und Berufsvorbereitung, dazu gehört genauso eine Persönlichkeitsentwicklung und die Befähigung zur verantwortungsvollen Beteiligung an der Gesellschaft.

Gerade Kindern aus bildungsfernen Schichten müssen früh bei der Lese- und
Sprachkompetenz gefördert werden, um Bildungsmöglichkeiten zu schaffen und den Lernprozesse anzustoßen.

Studien zeigen, zentral für Schulerfolg und Beteiligung am kulturellen Leben ist die Fähigkeit zu Lesen und zu Schreiben. Leseförderung ist die beste Kulturförderung, daher fordern wir eine Bücherei in jede Schule und regelmäßige Besuche des Bücherbusses in jeder Schule.

Wir verlangen seit langem eine Zusammenlegung des Jugend- und Bildungsbereichs in einem Lebenswelt-orientierten Dezernat. In der Zwischenzeit können durch gemeinsame Sitzungen der entsprechenden Ausschüsse Synergien erreicht werden.

Kulturelle Bildung nimmt einen zentralen Stellenwert in der Bildungs- und Kulturpolitik von Junges Freiburg ein. Nur wenn wir es verstehen, die Freunde an Kunst und Kultur in uns jungen Menschen zu verankern, haben die Kultureinrichtungen in dieser Stadt eine Chance. Gerade das Stadttheater hat unter der neuen Intendantin zahlreiche Ansätze unternommen, um dies zu verbessern. Aber viele andere Kultureinrichtungen haben noch Nachholbedarf. Wer hier die Jugendlichen ignoriert, verliert das Kulturpublikum der Zukunft.

5.
Junges Freiburg misst dem Wirtschaftsfaktor Kultur einen hohen Stellenwert zu. Freiburg lebt nicht von Industrie, sondern von Innovation und Kultur.

Freiburg ist zwar eine Stadt mit Kultur, sollte jedoch nicht versuchen, Kulturhauptstadt zu werden. Auf internationalem Bereich sind wir führend mit unserer Alleinstellung als „Green City“, nicht nur weil die politische Kultur von den Grünen und ihren Derivaten dominiert wird, sondern auch weil Generationengerechtes Handeln, Absenken des CO2 Ausstoßeses und des Verbrauchs an Fossilien Resourcen die globale Mission unserer Stadt ist.
Hier müssen die notwendigen Innovationen für die Zukunftsfähige Veränderung unserer Wirtschaftsweise und Lebensweise entstehen, von denen weltweit profitiert werden kann. Daher könnte eine Kulturhauptstadt-Bewerbung, wenn überhaupt,  einzig auf dem Thema „Nachhaltig und Generationengerecht Leben“ aufbauen.

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