15th october Blog action day – Klimawandel


Blog Action Day

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15th october Blog action day

Nicht ein Blog allein, sondern tausende stellen sich Heute dem Thema Klimawandel. Ob im Bereich der Musik, Politik, oder Technologie ist vollkommen egal. Für ein Statement, für unserer Zukunft. Mein Beitrag dazu:

Thank you for travelling with Deutsche Bahn

In den Nachrichten hört man immer wieder vom Klimachaos, deren Ursachen in der Wirtschaft und Industrie zu finden sind. Es ist beruhigend das die Unternehmen schärfere Auflagen bekommen, Länder den CO² Ausstoß begrenzen müssen und wir die Guten sind. Wer wettert denn schon ewig gegen diese unhaltbaren Zustände? Wem geht es denn auf die Gesundheit, wenn die Sonneneinstrahlung erbarmungslos auf uns niederscheint? Wer fährt von uns denn mit dem Auto zur Arbeit und zögert den Besuch der Schwiegereltern in Stau hinaus?

Feinstaubbelastung, Öl Havarie und tausende Tote allein in Deutschlands Schlagzeilen. Der Straßenverkehr ist mit bis zu 18 Prozent für Deutschlands CO² Ausstoß verantwortlich und somit großes Thema für den Klimawandel bzw. Klimaschutz.

Du kannst dir doch sicherlich die Strecke Berlin- Hamburg, München- Karlsruhe, Bremen- Köln, oder Erfurt- Augsburg vorstellen. Alle sind ungefähr 300 km lang. Was meinst du wie viel Treibstoff ein Zug für diese Strecken benötigt?

Natürlich gar keinen. All diese Strecken sind rein mit elektrisch betriebenen Zügen befahren. Was so gerne im Einstellungstest gefragt wird, spielt in der Realität bei wenigen eine Rolle. „Rund 90 Prozent der Verkehrsleistung erbringt die Bahn heute unter dem elektrischen Fahrdraht.“ So die DB selbst. Damit wohl eine echte Alternative! Natürlich möchte ich die Verspätungen, Preis und Komfort nicht schönigen.

Aber lasst uns doch mal vom Bahnfahren reden:

Jeder Stau kommt einer mittelschweren Entgleisung gleich

Stellen wir uns doch mal ein „gewöhnliches“ Wochenende vor. Bei den Schwiegereltern.

Lange habt ihr es vor euch hin geschoben, aber wo doch die Schwiegermama Geburtstag hat wird es wohl not tun. Es ist Freitag, ihr kommt extra früher von der Arbeit damit ihr nicht allzu spät los kommt. In Berlin ist so oder so um den Feierabend alles dicht. Euer Lebenspartner hat schon das Kind von der Schule abgeholt. Die Sachen sind gepackt und ihr müsst nur noch schnell Zuhause anhalten um sie einzuladen. Schon geht es auf nach Hamburg. Für die 280 Kilometer braucht ihr im günstigsten Fall bestimmt zwei einhalb Stunden bis ihr da seid. Wie es ja so ist beim Wochenendstart ist, die Straßen sind frei, das Wetter zum Herbst zum hin tadellos und auch die LKWs haben schon wegen dem Lärmschutzgesetz am Wochenende hier nichts mehr zu suchen.

Welch Illusion. Laut Deutsche Bahn braucht ihr vom Hauptbahnhof zu Hauptbahnhof nur ein einhalb Stunden, eine ganze weniger. Und da müsst ihr nicht einmal extra nach Hause fahren wenn ihr nicht wollt. Euer Mann, oder Frau wartet schon mit dem Nachwuchs und den Tickets in der Hand am Bahnsteig und ab gehts. Ja ja okay, ich erwähne ja die Verspätungen. Ohne Umsteigen auf der Strecke jedoch, wird jeder Stau zu einer Totalentgleisung, oder zu mindestens eine Bombendrohung am Bahnhof.

After Work Party

Okay bleiben wir doch bei dem Beispiel. Du sitz hinterm Lenkrad und freust dich, dass alles so reibungslos geklappt hat. Der Verkehr ist noch ruhig, da alle andern Normalos noch auf Arbeit sind. Das Radio dudelt und dein Kind schläft bereits. „Und hier die Nachrichten: Unternehmensbilanzen sinken….“

HALT, die Idylle trügt. Auch du musst eigentlich noch eine Präsentation für das Unternehmen vorbereiten. Bist ja früher los und hast versprochen das dann Zuhause fertig zu machen. Okay, nix dies Wochenende mit after work Party.

Wie schön es doch sein kann. Du sitzt im Ruhebereich und überlegst was du als nächstes tun könntest. Ist ja alles relaxt. Man könnte alles Mögliche mit dieser Zeit anfangen. Wie sieht es denn mit dem guten Buch von letzte Weihnacht aus, oder vielleicht die Tageszeitung? Erst vor kurzem habe ich selber im Zug beobachtet, wie ein Vater seinem Sohn Schachspielen beigebracht hat! Wäre das nicht etwas für dich? Aber natürlich, du musst ja noch die Präsentation fertig machen. Ach nun gut warum eigentlich nicht. Die Gedanken von der Arbeit sind schnell noch mal geordnet. In 90 Minuten schafft man so einiges!

Ach ja, Bahnfahren kann doch schön sein. Warum denn auch nicht? Ich meine auch die anderen Fahrgäste bieten allemal Grund zum verweilen. Jeder kennt doch dieses „dum dum.. Ist heriä noch fräi?“ Auf einmal findet man sich in die Zeit, der Erfindung des Rades wieder. Der Neandertaler da schräg vorne, versucht die Erdnüsse von seiner heillosen zerrissenen Tüte zu jagen, wie Mammuts vor dem Abgrund . Oder was ist mit der Truppe Jugendlichen dahinten. Fast möchte man sich doch dazu setzten, lautes Lachen, Musik (aus dem Handy, was wohl modern zu sein scheint) und Bier. Wie damals. Natürlich kann man auch mehr Glück haben. Ein reizendes Geschöpf einem direkt gegenüber. Gott sei dank gibt es die heißbegehrten vierer Tische. Ein wenig Small Talk und ein Glas Sekt aus dem Bistro. Wie könnte ein Wochenende schöner beginnen?

Also wir sehen, Bahn fahren ist eigentlich doch nicht so schlimm und kann einen sogar Zeit und Nerven sparen. Diese riesen Fahrgemeinschaft ist auf jeden Fall besser für die Umwelt und vielleicht überlegt man es sich doch. Auch wenn es nur eine Woche mit dem Zug zur Abreit ist. Übrigens, wenn das Wochenende bei Schwiegermama doch unzumutbar werden sollte, jede Stunde kommt man auch wieder zurück nach Berlin 😉

euer Tom

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