Obdachlos für Freiburgs Universität?


schlafmeinkind von Franz Grünewald/ www.jugednfotos.de

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Das neue Herbst/ Wintersemester hat nun wieder begonnen und unter Freiburgs alteingesessenen Studenten, tummeln sich die Erstsemester. Doch ehe es so weit war, das sie hier anfangen konnten, musste eine schwere Zeit durchlebt werden. Das Suchen einer Unterkunft ist in Freiburg nicht ganz so einfach. Wohnungsknappheit und die aktuellen Debatten über Studentenwohnheime  haben Benjamin Köhler und Tom Pannwitt, im Rahmen eines Workshops zu Radiojournalismus, mit dem Studentenwerk reden lassen.

Einfach zum anhören anklicken. Unten findet ihr den Text noch einmal. Zum besseren lesen, habe ich ein paar geringfügige Änderungen vorgenommen.

Mal wieder geht man am schwarzen Brett der Uni vorbei und sieht die zahlreichen Hilfeschreie nach WG Zimmern und Wohnheimplätzen. Gerade jetzt wo das neue Semester beginnt, ist der Ansturm auf ein Dach über den Kopf bei den Studenten, besonders groß. „Also die Wohnungssituation allgemein ist eher dünn in Freiburg grad. Wir haben viel zu wenig Wohnheime und auch viel zu wenig Privatplätze, das Studenten irgendwie unterkommen könnten.“ Sagt Johannes Schiefer, der als Aushilfe beim Studentenwerk arbeitet. Er beschäftigt sich täglich mit der Wohnungsknappheit der Studenten. Aber woran liegt es den, dass immer mehr Studenten keine bezahlbare Unterkunft finden? „ Das es zu wenig Wohnungen gibt in Freiburg ist ja auch klar. Das sieht man in Mietpreisen, dass die so hoch sind. Aber besonders für Studenten. Das es halt kleine Wohnungen gibt, das es auch WG taugliche Wohnungen gibt. Das sind viel zu wenig.“ Denn immerhin bezahlt man für eine durchschnittliche Einzimmerwohnung in Freiburg rund 350 Euro Kaltmiete und da sind die Brötchen noch nicht einmal mit drin. Zusätzlich zu den hohen Preisen kommt somit auch ein großer Mangel an WG tauglichen Wohnungen hinzu. Auch immerhin 16 Studentenwohnheime können die Situation nicht entschärfen. „ Vielleicht sind es viel mehr Studenten die jetzt auf jeden Fall in ein Wohnheim wollen. Das haben wir festgestellt. Die meisten ausländischen Studierenden die herkommen, die wollen erst mal ins Wohnheim. Die kennen gar nichts anderes, so was Privatwohnungen angeht, da ist erst mal Wohnheim die erste Anlaufstelle und wenn das voll ist, ist es ziemlich schwer schon.“ Das heißt also, dass auch die Studentenwohnheime voll ausgelastet sind. Müssen in Zukunft Freiburger Studenten ihr Zelt vor der Uni aufschlagen? Kein Grund zu Panik, meint Johannes Schiefer:“Also wir haben eine Notunterkunft eingerichtet, in der STUSI ist sie. Das heißt wirklich obdachlos ist bei uns keiner. Man kann hier herkommen, kann sich auch noch ganz kurzfristig anmelden und bezahlt dann einfach 10 Euro pro Nacht und kann dann in eine Art Massenlager unterkommen.“

Also nicht verzweifeln wenn eure Anzeige immer noch am schwarzen Brett hängt. Auch wenn der Wohnungsmarkt in Freiburg prekär ist, das Studentenwerk lässt euch nicht im Regen stehen.

Dieser Radiobericht ist im Rahmen eines Workshops vom Jugendhilfswerk Freiburg entstanden. Unter professioneller Anleitung von Markus Heinzel und Robert F. Bittner wurden Journalistische Grundlagen und Aufnahmetechniken, für das Radio vermittelt. Im Medienbereich des Jugendhilfswerkes kann man sich jederzeit melden und sich weiter über die Nutzung der Technik, sowie Workshops informieren.

Der Bericht wurde auf echo-fm 88.4 gesendet.

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