Junges Freiburg goes global


Zu Gast bei JF: Die Global Marshall Plan Hochschulgruppe Freiburg.

Freiburg. (of/tp) Dass unsere schöne Stadt auch im Ausland bekannt ist, ist spätestens nach der Expo in Shanghai jedem klar. Städtepartnerschaften in den Nahen Osten runden das Bild der Ökohauptstadt etwas ab und auch der deutsch–französische Gipfel ist da eine Bestätigung unserer Wichtigkeit, die sich gut anfühlt.

Dass nun auch Junges Freiburg global, also mit der Welt im Blick, denkt und sich einbringen möchte, scheint dagegen nur eine nette Idee zu sein?

Ganz im Gegenteil, wir wollen Plant for the Planet in Freiburg  starten und haben die Hochschulgruppe Global Marshall Plan Initiative Freiburg (GMPI) getroffen.

Stop talking, start planting

Dass Junges Freiburg auch mal gerne über den Tellerrand hinaus guckt, ist kein Geheimnis. Die Themen Nachhaltigkeit und Generationengerechtigkeit haben wir immer auf dem Schirm. Da war es nur noch ein kleiner Schritt, dass Simone Ariane Pflaum sich auf das Green-City-Image Freiburgs besonnen hat und eine großartige Initiative in den Gemeinderat mit einbrachte.

Es geht um Plant for the Planet. In dem Projekt pflanzen weltweit Schüler Bäume für Klimagerechtigkeit und Klimaschutz. Sie setzen ein Signal, damit für unsere Zukunft endlich etwas geschieht.

Hier fordern also Kinder auf, dass unsere Welt auch für nachkommende Generationen sauber, schön und bewohnbar bleibt.

Das allein reicht ihnen aber noch nicht. Jedes Kind wird im Projekt zum Klimabotschafter ausgebildet, also von anderen Klimabotschaftern, ebenfalls Kindern, angeleitet. So versteht jeder, um was es bei Plant for the Planet geht und wie wichtig die Umwelt ist. Simone Ariane Pflaum hat genau diese Idee aufgegriffen und möchte die Green City gleich mit ins Boot holen. Am besten mit einer Zusammenarbeit aus in Freiburg bereits bestehenden Institutionen – wie dem Waldhaus und dem Öko-Institut, Schulen und der Stadtverwaltung.

„Zukunft bedeutet für euch Erwachsene noch 20 oder 30, aber für uns Kinder 80 oder 90 Jahre. Ob der Meeresspiegel um 1,2 oder 3 Meter steigt ist für euch eine akademische Frage. Für uns ist es eine Frage des Überlebens.“
— Max (12), Klimabotschafter aus Berlin

Der Global Marshall Plan war zu Besuch

Generationsgerechtigkeit und Nachhaltigkeit sind eng miteinander verbunden. So arbeiten auch Plant for the Planet und die internationale Global Marshall Plan Initiative zusammen. – Für uns ein Grund, die örtliche Hochschulgruppe zu uns einzuladen.

Der Donnerstag war echt ungemütlich. Es war nass, kalt und der Weihnachtsmarkt machte auch bald zu, als die Studenten der Hochschulgruppe Global Marshall Plan Initiative Freiburg zu uns ins Rathaus hineingeweht kamen. Zum Glück ist der Tisch in unserem Fraktionszimmer groß genug, denn mit zwölf Leuten kann es schon mal eng werden.

Was ist der Global Marshall Plan?

Die internationale Global Marshall Plan Initiative setzt sich für ein besseres Gleichgewicht in der Welt und eine menschenfreundlichere Globalisierung ein.

„Die heutigen Globalisierungsbedingungen haben negative Folgen für die überwiegende Mehrheit der Menschen – im Süden wie im Norden.“
— GMPI-Infoflyer.

Um ihre Ziele zu erreichen, berufen sich die Aktiven in der Initiative auf den Global Marshall Plan, von dem  der amerikanische Politiker Al Gore geschrieben hat. Kernpunkte dieses Planes sind unter anderem:

Aber wie sieht es konkret in Freiburg aus?

Kreativarbeit mit der Hochschulgruppe des Global Marshall Plan

Die sympathische Hochschulgruppe legt besonderen Wert auf Aufklärung und Öffentlichkeitsarbeit. Dazu geben sie regelmäßig Vorlesungen in der Uni und natürlich wird viel diskutiert. Wenn schon mal ein neuer Film zu ihren Themen auf den Markt kommt, ebenso Bücher und tagesaktuelle Geschehnisse besprochen werden, entsteht ein reger Meinungsaustausch auf ihren Treffen.

Natürlich wissen auch die Studenten, dass es ein langer Weg ist bis die Botschaft in den Köpfen vieler Menschen ankommt. Daher fangen sie schon früh an und arbeiten mit Schulen zusammen, wo sie dann entweder die Lehrer für ein eigenes Planspiel schulen oder gleich selbst in die Klassen gehen.

Junges Freiburg?

Natürlich gab es den Abend im Fraktionsbüro auch große Skepsis gegenüber Parteidogmen, da macht die Kommunalpolitik auch keine Ausnahme. Zum Glück konnten wir aber mit einen kurzen Junges-Freiburg-Geschichtsrückblick erklären, warum es sich gerade bei uns um keine Partei oder politische Farbe handelt. Nachhaltigkeit fängt ja schon bei den Jugendlichen hier in Freiburg an und die mischen ja schließlich bei uns mit, für die sind wir ja schließlich da!

Wie geht es nun weiter?

Nach einer kurzen Kreativrunde wurde schnell klar, dass ein weiteres Treffen von beiden Seiten gewünscht ist. Sich von der Politik nicht vereinnahmen zu lassen heißt ja nicht, sich nicht darüber zu informieren. Und mit der Chance, noch mehr Schüler und Lehrer zu erreichen, kann man sogar Plant for the Planet vielleicht noch ein Stück weiter voran bringen.

Aber darüber wird beim nächsten Mal noch diskutiert.

Zum Thema: Du bist Junges Freiburg – Der Erklärbär erklärt, warum wir keine Partei sind

Advertisements

Eine Antwort to “Junges Freiburg goes global

  1. […] hier den Originalbeitrag weiterlesen: Junges Freiburg goes global « Orangenfalter […]

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: